18. November 2008
Igelhilfe
Artgerechte Igelhilfe - Was tun, wenn einem jetzt ein Igel über den Weg läuft?
Viele Jahre lang galt: Wer im Spätherbst einen herumlaufenden kleinen Igel sieht, sollte ihn mitnehmen und zu Hause über den Winter bringen. Doch diese Fürsorge sei nicht mehr als artgerecht zu bezeichnen, betont Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.: „Igel sind viel robuster, als man gemeinhin denkt. Nur wenn das Tier erkennbar krank oder unterernährt ist, benötigt es menschliche Hilfe.“
Derzeit sind noch viele kleine Igel unterwegs, um sich für den bevorstehenden Winter ein Fettpolster anzufressen. Liegen die Außentemperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt, gelingt ihnen dies auch. „Allerdings muss ein Igel wenigstens 600 Gramm wiegen, bevor er sich ohne die Gefahr des Verhungerns ins Winterquartier verabschieden kann“, erklärt McCreight. „Solange draußen noch Insekten oder Würmer zu entdecken sind, ist die Speisekarte gut gefüllt. Dann sollte man den Igel seiner Wege ziehen lassen.“
Macht das Stacheltier jedoch einen eher jämmerlichen Eindruck, ist auffallend dünn und apathisch, sei erste Hilfe nötig: „Zum Füttern eignet sich am besten handwarmes Dosenfutter für Katzen, vermischt mit Haferflocken und ungewürztem Rührei“, empfiehlt der TASSO-Chef. Zum Trinken sollte frisches Wasser angeboten werden, auf keinen Fall Milch: „Daran können Igel zu Grunde gehen“, warnt McCreight. Für die weitere Versorgung kann sich der Finder an eine Igel-Station wenden, die dem Tier einen artgerechten Winterschlaf ermöglicht. „Einen Igel zu Hause überwintern zu lassen, erfordert viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen“, so McCreight. „Deshalb sollte man sich vorher informieren, beispielsweise beim Verein ‚Pro Igel‘, in dem sich Wissenschaftler, Tierärzte, Sachbuchautoren und Vorsitzende deutscher Igelschutzvereine zusammengeschlossen haben.“ Die Web-Adresse des Vereins lautet: pro-igel.de
Dieser Newsletter kommt von TASSO e.V. – Europas größtes Haustierzentralregister – Den Link zu Tasso e.V. findet ihr auf der „My Friends“ Seite!
18. November 2008 um 22:28 Uhr
Hallo Diana,
ich finde es sehr gut, dass du hier nochmal auf die kleinen Igel hinweist. Da wird ja oft “geholfen”, obwohl die Igel auch noch ganz gut alleine klar kommen. Andererseits ist manchmal natürlich tatsächlich Hilfe nötig, aber man sollte halt wissen, welche Kriterien es dafür gibt.
Wie gehts dir denn? Dein Baby ist doch im Oktober geboren, oder?
Wenn ich dir mit der Frage zu nahe trete, entschuldige bitte.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute
Naomi
19. November 2008 um 13:19 Uhr
@Naomi:
Hallo Naomi, ja, mein Baby ist im Oktober geboren, gesund und munter und ich werde in der nächsten Zeit auch etwas darüber schreiben
Liebe Grüße!
Diana
19. November 2008 um 23:27 Uhr
Herzlichen Glückwunsch zu dem gesunden Nachwuchs!!
(Ist übrigens ein sehr witziges Gefühl, dich nur aus dem Fernsehen zu kennen und dann plötzlich hier in Kontakt mit dir zu treten! Aber mich freut es;-))
Liebe Grüße
Naomi
21. November 2008 um 18:14 Uhr
Hallo Frau Eichhorn.
Da wo ich wohne kommen oft Igel vorbei.Da pass ich immer auf.Ich habe öfters
schon junge Igel durchfüttern ,und wiegen müssen.Einer musste im jahr2000 sogar
auf eine Igelstation.Herzlichen Glückwunsch zum Baby.
Herzliche Grüße:
Paul-Heinz Eberwein.
12. Januar 2011 um 16:02 Uhr
Wir wohnen am Rande von Berlin und haben dort einen kleinen Garten wo wir auch schon oft Igel gesichtet haben. Sind echt putzige Tiere. Darf man sich welche als Haustiere halten?